Im Schuljahr 2018 / 2019 bewarben wir uns erfolgreich um die Ernennung zur Umweltschule.

Um den Anforderungen zu entsprechen, wurden folgende Themen behandelt: 

 

Umgang mit Plastik

 

Unsere 4. Klasse beschäftigte sich mit dem Thema „Plastik“. Lehrerin und Schüler sammelten zunächst Aspekte bzw. Fragen, die dann bearbeitet werden sollten.

 

Ziel der Unterrichtssequenz sollte ein Portfolio sowie eine Ausstellung sein.

 

Anfangs informierten sich die Schüler im Klassenverband über das aktuelle Unterthema. Anschließend bearbeitete jeder selbstständig oder in Gruppen das Thema und gestaltete so sein Portfolio. Dabei waren die Schüler angehalten, Material (Bilder, Texte, Bücher) mitzubringen.

Zuerst erforschten die Kinder, wo sie in ihrem Lebensumfeld auf Plastik stoßen. Bereits jetzt entfachten die ersten Diskussionen, worauf man verzichten könne bzw. was es für Alternativen gäbe.

 

Anschließend erfuhren die Schüler, was mit unserem Plastikmüll geschieht. Sie erkannten, dass nur ein kleiner Teil tatsächlich wiederverwendet wird. Sie fanden oft entsetzt heraus, welche Auswirkungen Plastik in der Natur hat, wie der Plastikmüll ins Meer gelangt und welche Schäden er dort für Landschaft, Mensch und Tier anrichtet. Auch die Entstehung und Verbreitung von Mikroplastik wurde thematisiert.

 

Nachdem ein „plastikfreier“ Einkauf im nahegelegenen Supermarkt während eines Unterrichtsganges leider nicht erfolgreich war, suchten die Kinder nun Möglichkeiten, wie sie selbst im Alltag Plastik einsparen könnten. Unterstützung bekamen sie dabei von ihren Großeltern. Jedes Kind führte mit einer älteren Person ein Interview durch und ließ sich Beispiele nennen, wie früher ohne Plastik verpackt wurde.

Die Arbeitsergebnisse wurden in einer großen Ausstellung in der Aula präsentiert und die gesamte Schulfamilie wurde so informiert.

 

Ein Eichhörnchen-Jahr

Bedingt durch die Lage unserer Schule „im Wald“ sind im Schulgelände viele Tiere wie Vögel und Eichhörnchen beheimatet. Die Schüler haben die Möglichkeit, die Tiere vom Klassenzimmer aus oder im Pausenhof zu beobachten.

 

So äußerten die Kinder der 1. Klasse, dass sie gerne den Eichhörnchen helfen würden, einen Nahrungsvorrat anzulegen. Sie begannen, getrocknete Maiskörner, Haselnüsse und Walnüsse zu sammeln und im Pausenhof auszulegen.

 

Schnell wurde klar, dass das Futter vor Nässe (und möglicherweise anderen Tieren) geschützt werden muss. Es entstand der Wunsch nach einem „Eichhörnchen-Haus“ für die kalte Jahreszeit. Ein Schülervater bot an, zwei Kameras für eine Live-Beobachtung zu installierenVerfügung. Im Werkunterricht wurden von den Schülern der 4. Jgst im Oktober nach Bauanleitung ein Futterhäuschen und ein Kobel hergestellt. Die Schüler der 3. Jgst. bereiteten Woll- und Stoffreste zu Nistmaterial. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz wurden verschiedene Gesichtspunkte berücksichtigt: Ruhe, Höhe, Entfernung zum Schulgebäude, auch eine Anfrage bei der Gemeinde als Sachaufwandsträger gehörte dazu.

 

Obwohl die Technik funktionierte, musste die Kamera zunächst aus Datenschutzgründen längere Zeit „vom Netz“ genommen werden. Eine endgültige Inbetriebnahme der Kamera und eine Übertragung konnte damit erst Anfang April erfolgen. Die Schüler der 2. Klasse hatten sich mit der Frage „Warum kann das Eichhörnchen so gut auf Bäumen leben?“ im Unterricht intensiv beschäftigt und trugen ihre Erkenntnisse im Rahmen einer Schülerversammlung vor. In diesem Zusammenhang wurden Schülervorstellungen erhoben, Vorwissen zum Thema und weiterer Forschungsbedarf erfragt. Anschließend wurden den Schülern von der Kamera aufgezeichnete Filme gezeigt.

 

Die Schüler erinnerten sich bei dieser Gelegenheit an das Mitsing-Lied „Thommy das Eichhorn“ bei „Klassik zum Staunen 2018/2019“ im Februar 2019. Als Name für “unser Eichhörnchen“ wurde einstimmig „Thommy“ gewählt.

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Grundschule Bernried, Starnberger See